Was ist eine Libor-Hypothek

Was ist eine Libor-Hypothek?

 

Libor ist die Abkürzung für London Interbank Offered Rate und orientiert sich am Franken-Libor. Jetzt fragen Sie sich bestimmt, was ist ein Franken-Libor? Der Franken-Libor ist der Zinssatz für kurzfristige Gelder in Schweizer Franken, dem sogenannten Geldmarkt, welchen die Banken untereinander offerieren. Er wird täglich neu in diversen Medien publiziert und gibt Auskunft über das allgemeine Zinsniveau für kurzfristige Gelder in Schweizer Franken. Eine Libor-Hypothek können Sie mit den Laufzeiten von 1, 3, 6 oder 12 Monaten abschliessen.

 

Was sind die Vorteile von einer Libor-Hypothek?

  • Die Libor-Hypothek orientiert sich an der Entwicklung des Geldmarktes. Deshalb profitiert der Kunde von transparenten und marktgerechten Zinsen.
  • Die Libor-Hypothek ist eine Form der kurzfristigen Finanzierungen. Die Zinssätze sind in einem normalen Umfeld tiefer als bei längerfristigen Festhypotheken. Ausserdem wird die Zinsbelastung bei sinkenden Zinsen schneller nach unten angepasst.
  • Flexible Rückzahlungsmöglichkeiten, wenn das Objekt verkauft oder eine grössere Amortisationszahlung erfolgen soll.

Was ist der Nachteil von einer Libor-Hypothek?

  • Keine Planung über mehrere Jahre möglich.
  • Starke finanzielle Belastungen bei steigenden Zinsen.
  • Laufend muss die Marktlage beobachten werden.

Nachteilig, kann die Libor-Hypothek bei steigendem Zinsumfeld rasch teurer werden, da sie sich bei der Verlängerung am Geldmarkt orientiert. Die Libor-Hypothek ist zusammengefasst eine Festhypothek mit sehr kurzen Laufzeiten von 1 bis 12 Monaten. Die Libor-Hypothek entspricht auch dem variablen Charakter, da sie sich nach der jeweiligen Laufzeit automatisch verlängert.

 

Wie sind die Libor-Konditionen zurzeit?

 

Die lukrativste Hypothek war in den vergangen Jahren die LIBOR-Hypothek. Die Libor-Hypothek gibt es nun seit mehreren Jahren bereits unter 1% bei einer Laufzeit von 1 bis 12 Monaten. Die Zinssätze können aber jederzeit wieder stark ansteigen.

 

Wann lohnt sich ein Abschluss einer Libor-Hypothek?

 

Der Kunde sollte sich bewusst sein, dass er ein Risiko eingeht und die Zinsen jederzeit steigen oder sinken können. Wer genügend Vermögen auf der Seite hat und wem Zinsschwankungen keine schlaflosen Nächte bereiten, der kann von den tiefen Libor-Zinsen profitieren.

 

Was ist unsere Empfehlung?

 

Die Libor-Hypothek sollte generell als Beimischung nicht als Haupthypothek verwendet werden, ausser man verfügt über den nötigen finanziellen Spielraum, jederzeit die geschuldete Summe begleichen zu können. Vergleichbar mit dem Paracelsus-Grundsatz – allein die Menge macht das Gift.